2009
07.14

Schiller

In einem früheren Leben habe ich mal Germanistik studiert, tu ich eigentlich immer noch und ja: ich mach auch noch meinen Abschluss. Ganz zu Beginn dieser Odyssee durch die Literaturwissenschaften stand ein Einführungskurs und das Thema war Schiller. In allen Ausprägungen: Drama, Prosa, Theorie. Schön war’s. Und dann stolpere ich neulich im SZ magazin über das hier:


Von Eigene Bilder

(Auch ein Beitrag, gefunden in der Süddeutschen Zeitung)

Ein hübsch geschriebener Text, der Autor der Anzeige kann was. Zum Beispiel Blödsinn verzapfen. Jetzt mal historisch gesehen.

Schillers Friedrich ist bekanntermaßen in Marbach am Neckar geboren. Das liegt heute im schönen Bundesland Baden-Württemberg. So weit, so gut. Ob er denn mit dem eingangs erwähnten Zitat “Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit” auf den Bildungsstandort BaWü anspielen wollte, fragt der Autor rhetorisch, um gleich einzuräumen, dass diese Frage noch nicht abschließend geklärt sei. Ist sie wohl, da sie – jetzt mal historisch-politisch betrachtet – simpel genau eins ist: Stuss. Und eigentlich auch nicht lustig. Und er spielte sicherlich auf einiges an, vor allem wohl auf Umstände seines Lebens. Und das hat an vielen Stellen in der damaligen kleinstaatlerischen deutschen Kulturgemeinde stattgefunden. Und soweit ich mich erinnere, floh Schiller aus Baden-Württemberg, und ich recherchiere jetzt einfach mal nicht und verlasse mich auf mein Gedächtnis, dies aus Gründen der Kriegsdienstverweigerung. Er kam dann viel herum, so lebte er bspw. eine Zeit lang in Rudolstadt in Thüringen. Schon die Flucht aus BaWü lässt die Verwendung des Dichterfürsten in einem merkwürdigen Zusammenhang herumstehen. Klar hat er das Schreiben in Württemberg gelernt, aber nun ja: wird der Dichter toll, wenn er sein Handwerk lernt oder wenn er Großes schafft?

Ich wollte das nur mal kurz loswerden, Ergänzungen und Richtigstellungen sind erwünscht.

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