03.18
Nach einem wunderbaren Konzert der von mir seit ihrem aktuellen Album Why not? noch mehr geschätzten Kapelle Superpunk im Festsaal Kreuzberg hätte der Abend auch vorbei sein können. War er aber nicht, der Abend und ich war auch noch nicht am Ende – na gut: kurz, nachdem ich mich nach meiner Dopingsperre zum ersten mal seit einer gefühlten Ewigkeit auf meinem Rad sitzend, die Warschauer Straße von Kreuzberg kommend hochstrampelte, durch Mengen besoffener Prolls und ohne Gangschaltung. Doch endlose (und das ist hier positiv gemeint) Gespräche mit (Ex-)Kollegen und anschließend die Entdeckung einer bis dahin unbekannten Kneipe (das Lebowski in der Niederbarnimstraße) entschädigten für vieles, das ich da schon vergessen hatte und das mir erst jetzt wieder den Proust macht.
Die Wirkung dieses Kulturprogramms führte leider zu einer Planungsschwierigkeit das Schlafpensum betreffend, denn das musste auf zehn Uhr morgens verschoben werden und endete um zwei, und noch während ich den Kaffee kochte, den ich bitter nötig hatte, klingelte das Telefon. Der Kamerad Sepp war dran und brauchte Hilfe bei einer Aktion am kommenden Tag. Das Planungsmeeting wurde aufgrund meiner Daseinsform zu mir verlegt und endete mit einem Gespräch, das die ganze gute Laune des nächsten Monats vorwegzunehmen schien. Und inklusive Gute-Nacht-Drink die Nacht auf da bereits gewohnte viereinhalb Stunden verkürzte…
Und während wir – ich war nicht immer noch betrunken oder im majestätischen Wahn gefangen, sondern lediglich nicht allein – die Karl-Marx-Allee erreichten, erblickten wir das:

Nicht zu spät, nein, wir waren zum Abbauen da (je nach Laune der Ordnungshüter mehr oder weniger schnell), aber ein Späßchen und verdutzte, amüsierte und verständnislose Gesichter später ging das Geschufte los, das den sonntagvormittäglichen Ausflug erst motiviert hatte. Damit das nicht umsonst war, hier noch ein-zwei Bilddokumente; etwa die typische Touristin

die Wohnungstester
oder den einsamen Reiter.
Das der Abbau angesichts der Buchstabendimensionen eines VW Golf
gewissermaßen schwerwiegend werden würde, war schnell klar, aber wir vier Tetrisgeister hatten trotzdem unseren ‘Spaß’. Bis wir mit unserer Fuhre in Mahlow, dem Ort des Lagers ankamen. Selbst das Abladen ging noch einigermaßen, aber das übliche Schieben, Drehen und Wuchten viel angesichts des durchweichten Bodens komplett aus. Buchstaben wurden angeordnet, Plane darüber befestigt und fertig.
Moment!
Stand da gerade etwas von “durchgeweichtem Boden” und wir und unser Pritschenwagen darauf? Leider ja. Und so gipfelte der Versuch rückwärts aus dem Garten wieder herauszukommen im Ergebnis im Schlamm festgefahrener Räder, die auch ein Golf III nicht allein wieder herauszuziehen vermochte, denn es waren ja noch einige hudnert Kilo Mercedes-Benz Sprinter oben drauf. Und da hatten wir das erste ernste Problem des Tages: kein Brett wollte Rampe sein und kein Wagenheber ausreichend heben, so dass wirklich unser letzter und – wie wir übereinstimend feststellten – einziger Versuch mit der vollen Ladung Maßnahmen (Buddeln! Kies! Abschleppen! Schieben!) zur Befreiung der armen Robbe führte. Und so hatten wir Scherzkekse für unseren Schabernack (der im Übrigen für manche der Beteiligten zu einem Leistungsschein führte) uns doch noch Blut und Wasser schwitzen lassen, auch wenn die Schwierigkeiten nicht die waren, die vorher erwartet hatten.
a – Buskampage
Aha … yeah…
Campact.de
It’s the art
Ohrboot.de
Schneckenmühle – DAS sind Ferien
Aber jetzt: wegtreten, du Schäuble, du…!
Dreißig Schwerter | Mai und Beaflor
Werbung, wie gesagt
Wollen | Kriegen
schick schick