2010
03.09

Ja, das ist ein sprechender Mülleimer. Den Rest unseres konsternierten Promenadenausblicks hier.

2010
03.09

Gefunden hier. (via.)

Und hier gibt es eine Latte Argumente (mit Karamellsirup)

2010
02.24

Wenn Bischöfe keine Heiligen sind (zumindest die lebenden), dann wird es nötig zu wissen, dass alles gut ist. Wirklich.

2010
02.22

…eine Art Hommage könnte dieser Artikel sein. Man beachte den Autorennamen.

2010
02.22

Rammstein muss man nicht mögen. Es ist sogar ok, diese Band einfach zu ignorieren. Aber das hier geht zu weit. Oder? Ist es vielleicht nur albern, borniert und gestrig?

2010
02.22

Unbedingt lesen: Anne Roth (via) kommentiert und vor allem dokumentiert die Fragestunde des Bundestages zum Thema ‘Ausweitung der Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus.’ Da ist gar nicht mehr so viel Kommentar notwendig.

Ein Zitat:

Vizepräsidentin Petra Pau:
Zu einer weiteren Nachfrage hat nun der Kollege Volker Beck das Wort.

Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Ursprünglich wollte ich gar nichts fragen, aber Ihre Antworten haben mich stutzig gemacht. Ich habe den Eindruck, das funktioniert nach dem Motto: Wir hätten da gerne einmal ein Problem.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

Sie wissen nicht, wo die besondere Belastung ist, also wo Sie eine Notwendigkeit, einen Bedarf für Projekte sehen. Es ist ja nicht so, dass wir uns nicht einig sind, dass gewalttätiger Extremismus von allen hier im Hause abgelehnt werden muss. Die Geschichte der Programme gegen den Rechtsextremismus geht ja darauf zurück, dass Gruppen in der Gesellschaft regelmäßig Opfer von fremdenfeindlicher Gewalt, homophober Gewalt oder antisemitischer Gewalt wurden. Um die Opfer sicherer zu machen, hat man gesagt, dass man Strategien und Programme dagegen entwickeln muss. Können Sie mir sagen, welche Personenkreise besonders gefährdet sind, Opfer gruppenbezogener Gewalt linker Gruppen zu wer­den,

(Dr. Martin Lindner [Berlin] [FDP]: Das ist je­der Autofahrer in Berlin!)

oder ist die Problemlage so grundverschieden, dass man sich vielleicht die Frage stellen muss, ob der neue An­satz des Hauses angesichts der unterschiedlichen For­men von Extremismus überhaupt sachgerecht ist?

Dr. Hermann Kues, Parl. Staatssekretär bei der Bun­desministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Zunächst einmal ist es gut, dass Sie gesagt haben, dass wir uns hinsichtlich der Notwendigkeit der Be­kämpfung von Extremismus jeglicher Art einig sind.

Lohnenswerter Rest hier: klick.

Stellt sich jetzt noch die Frage, ob die CDU-Herrschaften denn schon eine solch massive Angst vor der nächsten Revolution haben; Revolutionen brechen ja gerne mal in Großstädten wie Hamburg oder Berlin aus. Ich kann die Schüsse vom Panzerkreuzer schon direkt hören.

Bumm-bumm-bumm. Krass.

Und wenn die Wahlkampf-Nebelkerzen wieder aus sind und Frau Köhler Schröder sich aus ihrer hessischen Weltsicht wieder den Fakten zugewandt hat, dann werden die Programme gegen Rechtsextremismus nicht weiter zusammengestrichen. Aber dies ist ein frommer Wunsch. Und dafür ist ja die CDU zuständig. Oder sollte dahinter etwa doch eine Art Ideologie stehen? ‘Alles links von der CDU ist potentiell undemokratisch’, oder so?

2010
02.15

Für alle, die Thomas Trappe immer noch nicht die Füße küssen wollen: der Blick in die Provinz, lakonisch und köstlich, und immer noch eine Pointe, für die zumindest ich töten klauen gehen würde. Kostprobe.

2010
02.15

Nur ein kurzer zum meinem Aufreger der letzten Woche(n):
Es gibt den fabelhaften Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das ist südlich von Dresden. In Dresden sitzt die Regierung des Freistaats Sachsen. Die muss sparen. So ein paar hundert Millionen. Das kommt von *piep* Gesetzen, von einer Wirtschaft, in der gerade mal wieder ein paar Verluste allgemein verteilt werden (‘Ist das jetzt schon soziale Verträglichkeit?’), usw…
Die Sächsische Schweiz lässt sich übrigens trefflich mit den Initialen ‘SS’ abkürzen, und eventuell aus diesem, aber auch aus vielen anderen Gründen kam es, dass sich in dieser gar zauberhaften Gegend ein paar ganz und gar nicht zauberhafte Gestalten – so genannte ‘Neonazis’ – breit machten. Das war einer dieser unschönen Klimawandel. Nazis sind nämlich nicht nur dumm, sondern auch überzeugt von ihren Ansichten. Und sie mögen ab einem gewissen Punkt keine Diskussionen mehr.
Man hat dann halt Nazikader aus dem Westen, dafür aber kaum Jugendklubs, völkische Folklore und coole, ältere Brüder, aber keine Sozialarbeiter. Und schon baute sich über einen Zeitraum von etwas über zehn Jahren der Ruf auf, man sei in einer besonders rechten Ecke Deutschlands (dabei liegt unten rechts Baden-Württemberg) – und irgendwann hatten die Akteure der Zivilgesellschaft die Schnauze voll, und organisierten sich etwas mehr, was das Vakuum wenigstens ein wenig mehr füllte, das die Naziimportkader und ihre lokalen Fans einst so zielsicher genutzt hatten. Das tolle an dieser lokalen Arbeit ist, dass diese von wenigen Hauptamtlichen und sehr vielen Ehrenamtlichen getragen ward und deswegen gar nicht mal so teuer… aber viele arbeiten mit Projekten, deren Bewilligungsbescheide erst ein halbes Jahr später kommen – Haushaltssperre, Mittelkürzung, Bürokratie. Wenn man da nicht schon etabliert ist, geht es schnell ans Eingemachte. Und nun wird ordentlich gekürzt.
Wo spart man die eingangs erwähnten “paar hundert Millionen”: wohl am besten zusammen? Na, in der Jugendarbeit, wenn man statt der jetzt gekürzten knapp 7,7 Millionen gleich das ganze Budget nimmt, dann … Moment mal! Wie oft wollen die denn die sieben Millionen holen, um nur mal exemplarische hundert querzufinanzieren? Jetzt mal in Legislaturperioden? So sparen Weltmeister. Und die Nazis freuen sich.
(Nachtrag: Dass die neue Famileinministerin, Frau KöhlerSchröder, nun bei den Anti-Extremismus-Programmen auch die Linken und Islamisten miteinbeziehen will, führt sicherlich nicht dazu, dass der – und das dürfte dann wohl mal’n Konsens sein – notwendige Kampf gegen Nazis mehr oder genauso viel annähernd genauso viel Geld erhält wie zuletzt. Nee, ich glaube rein ideologisch, mit Frau Schröder werden das ganz nette Zeiten für die Rechten. Meine Damen und Herren: der Zeitgeist, mit dem wir leben!)

2010
01.30

2010
01.21

Äh, sagt sie das wirklich (bitte bis zum Ende schauen)?

2010
01.16

Gerade ging mir mein Mitbewohner (noch ohne ausreichend Kaffee) auf den Keks: “witzig…blabloa…” Da es aber hier gleich auftaucht, wird er wohl recht gehabt haben.

Das Messer. (siehe unten)

das Messer

Die Bilderstrecke. (via Amazon.de) – Er lebt.

DIE KOMMENTARE. (siehe oben)

Bleibt nur die Frage: Welches Produkt greifen wir uns wo als nächstes? Und wer macht nächstens mit mir eine WG in Solingen oder Delémont auf (siehe Kommentare…)?

2010
01.11

Angeblich starten die Piraten demnächst politisch motivierte Massenstriptease-Aufläufe auf Flughäfen. Bis es soweit ist, könnte sich einer meiner geschätzten sieben Leser mal hiermit befassen, um nicht permanent nackig gemacht zu werden, bevor es in den Flieger geht. Oder zwei.

Start bei Posting: 3854. | Update 13/1/10: 6793… wird doch. (Und eine Petition gegen oder für einzelne Dinge zu unterzeichnen, ist auch eine Form von demokratischer Teilhabe. Allein wegen der Scanner trete ich jedenfalls nicht in irgendeine Partei ein.)

2010
01.11

Eine sehr schöne solche wie folgt:
“Da es über die gerade nicht viel zu sagen gibt, außer, dass sie mit einem Stand heute wieder gut verankert auf dem Marktplatz um Liebe wirbt, versuche ich mich ausnahmsweise mal in einem journalistischen Stil, der an Relevanz zu gewinnen scheint (heute tat es erst wieder die Süddeutsche): Kinderjournalismus. Ich erkläre aufgrund fehlender Nachrichtenlage die NPD für kleine Hosenscheißer.

Liebe Hosenscheißer! Ihr kennt die schlaksigen Männer, die immer versuchen, Bushaltestellen anzuzünden, vor eurer Schule Entenmangas und lustige Schulhof-CDs verteilen und häufig im Döner-Imbiss abhängen. Ihre Freundinnen haben ihre Haare meist gar nicht schön. Das ist oft die NPD. Die NPD ist eine Clique, die will, dass alles wie früher ist. Nicht das Früher, von dem eure Eltern so schwärmen, sondern das Früher, von dem eure Großeltern so schwärmen. Einige der Jungs, die Euch Entenmangas andrehen, sitzen an manchen Abenden im Riesaer Kloster. Dort ist Stadtrat, sowas wie das Lehrerzimmer der Stadt. Einige der Jungs sitzen auch noch im Landtag, das ist das Lehrerzimmer von Sachsen. Sachsen, das ist das Land, wo die Züge hinfahren, die ihr immer am Bahnhof seht.

Naja, und jetzt wollen die mit den Entenmangas gerne in das Lehrerzimmer von der Bundesrepublik. Bundesrepublik, das ist das, wo die vielen Wessis wohnen, auf die euer Onkel immer schimpft. Um da (in das Lehrerzimmer) reinzukommen, wollen sie gerne, dass eure Eltern, Großeltern und später auch Ihr bei der Wahl (das ist das, wo die Eltern von einem Drittel eurer Freunde beim letzten Mal mitgemacht haben), die NPD gut finden. Deshalb verteilen sie Entenmangas, fordern die Tötung von Kinderschändern (außer jenen, die Entenmangas verteilen) und wollen, dass alle Arbeit haben (was daran gut sein soll, versteht Ihr später). Und sie sind gegen Ausländer. Ausländer, das ist etwas kompliziert, aber vielleicht kennt ihr das aus dem Fernsehen? In vielen Städten leben die, in Riesa gibt es nur sechs. Naja, und die sollen raus, sagt die NPD, damit die 7000 Arbeitslosen der Stadt sich deren Jobs teilen können.

Uff, gar nicht so leicht, Kinderjournalismus. ”

Gefunden hier. Via dort. Und dank an den hier.

2010
01.02

Kam gerade per Mail rein… schöner Einstieg in den neuen Moleskine-Kalender – den es übrigens auch in einer 18-Monate-Version gibt, was statistisch betrachtet eins von drei Silvestern einsparen würde. Statistische Wahrheiten sind aber halbe Lügen, je nach Betrachtungsweise. Das ist wie mit den “empirischen Ermessensfragen”, die Frau R. am Silvesterabend ähnlich qualifizierte. Nun dröhnt das fabelhafte Manchester Orchestra aus den Kopfhörern, die jeden Benutzer sofort in Mickey oder Minnie Mouse verwandeln. Batman wäre zwar cooler, aber mit Cape, Bat-Gürtel und Robin kann man nicht so gut Musik hören, außerdem wäre man dann immer schlecht drauf und müsste sich den Ruhm mit Heath Ledger teilen. Falls es noch nicht aufgefallen ist: dieser Artikel stellt den zum Scheitern verurteilten Versuch dar, das aktuelle Kopfkino abzubilden. Nicht unmaßgeblich daran beteiligt ist die Styropor-Banane der schwedischen Imperialisten, auf der sich schaukelnd ganz fabelhaft die Zeitung lesen lässt. Der amerikanische Patient Mitbewohner merkte angesichts meiner ungespielten Euphorie an, die Banane sei sicherlich ein tolles Sexspielzeug. Als im Laufe des Dialogs aber seine Schwester Teil des Gesprächsinhalts wurde, ließ er von diesem Gedanken ab. Keine Witze über Schwestern und Mütter! Eine Erkenntnis, nicht neu, aber wichtig. (Da unsere WG aber nur eine Schwester hat, sind die damit verbundenen Einschränkungen erträglich.)
Zurück zur Banane: solchermaßen kindliche Freude empfand ich schon lange nicht mehr. Ein einfaches Spielzeug, das das Leben erheblich verschönert. Hat vorher nicht gefehlt, besitzt aber die Form, die an ein breites Lächeln erinnert – überdimensional. Nein, es sind gerade keine Drogen im Spiel. Wenn man aber weder mit der Bekanntschaft von Scarlett Johansson noch der von Eva Green rechnen darf, muss man sich mit den erreichbaren Dingen zufrieden geben. Nur damit das jetzt keiner falsch versteht, weder Frau Lynd vom Schatzamt noch die Black Widow (Mai 2010!) sollen mit einem Styropor-Spielzeug verglichen werden, außerdem wäre die Freude bei doch eintretender Bekanntschaft mit mindestens einer der genannten Damen vielleicht nicht ganz so kindlich. Lassen wir das. Machen wir anderen Blödsinn. Umziehen zum Beispiel. Da passt die Banane sicherlich auch hin, außerdem passt zu einem Ossi wie mir recht gut, das Jubiläumsjahr der Einheit mit einer stilisierten Südfrucht zu zelebrieren, nicht wahr?

2009
12.30

“Es gibt in der Sicherheitspolitik eine Veralltäglichung des zunächst Unvorstellbaren: Wer hätte vor 25 Jahren geglaubt, dass die Polizei eines Tages ganz legal in Wohnungen einbrechen und dort elektronische Wanzen anbringen darf? Wer hätte gedacht, dass dem Lausch- der Spähangriff und dann auch noch der Zugriff auf die Computer folgen würde?

Nirgendwo werden aus Absurditäten so schnell Normalitäten wie auf dem Gebiet der inneren Sicherheit. Präventive Logik ist expansiv. Sie nimmt auch auf Schamgefühle wenig Rücksicht. Die Bürger haben sich, weil ihnen Sicherheit mit Recht wichtig ist, bisher viel gefallen lassen. Es gibt Grenzen. Wenn der Staat zu weit geht, geht er zu weit. ”

Tja, um’s mit Den Sternen zu sagen: “Wahr ist, was wahr ist, dass das, was war, nicht mehr da ist” Hier: Privatssphäre. Ist aber mal ein guter Grund, weniger zu fliegen und passt deshalb in diesen unerträglichen Ökozeitgeist. Ganzer Kommentar.